Der Duft der Kindheit.

Einmal bewußt wahr genommen, nie mehr vergessen. Welcher Duft führt Sie schnurstracks zurück in Ihre Kindheit? Welchen Geruch bekommen Sie nicht mehr aus der Nase und welcher steht für dieses gewisse Erlebnis?

Ich habe mich mal so umgehört, lesen Sie hier, was ich herausgefunden habe:

Christina Wolff-Staudigl
Geschäftsführerin des Reformhauses Staudigl und Naturparfümerie
Wollzeile 4, 1010 Wien, AUSTRIA

Liebe Christina, gibt es für Dich diesen einen Geruch, der Dich sofort an Deine Kindheit erinnert.

»Eine ganz intensive Erinnerung besonders jetzt im Herbst, ist der Duft der vermoderten Blätter und die feuchte Erde, der mich immer an den Garten meines Vaters mit diesen dunkelroten, großen, prallen Weintrauben denken läßt. Und dann zu Weihnachten der Duft von Weihrauch.

Bei uns zu Hause war es immer Tradition zu Weihnachten zu räuchern, um das alte Jahr zu verabschieden, die alten Energien zu reinigen und Gerüche zu neutralisiert. Heute mag ich persönlich den arabischen Weihrauch z.B. von der Firma Primavera ganz besonders. Der wird auch bei uns zu Hause ganz intensiv verwendet und wenn die Luft energetisch gereinigt ist, kommt der reinigende, klare Duft der Weißtanne dran. Das mache ich bis zum 6. Jänner, dann wird alles weihnachtliche weg geräumt, dann ist Schluß mit weihnachtlichen, schweren Düften und die klare Frische der Zitrone weht durchs Haus und wir freuen uns auf den Frühling.«

Vielen Dank für diese, sehr persönliche Schilderung, Christina!

Dietmar Wolff
Sportreporter des ORF

Didi, der Geruch von rundem Leder und frischem Grasschnitt auf dem Sportplatz gehört für Dich ja zum Berufsalltag. Gibt es sonst noch einen Duft, der Dich an Deine Kindheit oder Jugend erinnert.

»Da fällt mir gleich einmal ganz spontan dieser scharfe Duft von dem Sporttonikum Trafuril ein. Das wird heute kaum mehr jemand kennen und vielleicht ist es auch inzwischen verboten. Es war ein richtig scharfer Geruch, eine Mischung aus Franzbranntwein, Kampfer und Arztpraxis.
Wenn es dann im März zum ersten Mal endlich raus zum Fußballtraining ging, und noch der Raureif am Rasen lag und der kalte Nebel über dem Sportplatz hing, hieß es erst einmal vom Trainer „Aufwärmen“ und zack, da wurden die Trafurilflaschen gezückt und einmal fest die Wadeln und Oberschenkeln damit eingerieben, das das Blut nur so in den Beinen pochte und die Haut fast veräzt war, ABER wir waren aufgewärmt und die Kälte wurde wunderbar abgehalten!«

Also Jungs, vielleicht doch lieber laufen, Danke Didi für das nette Gespräch!